Genueser Mandoline um 1700 - Seitenansicht Genueser Mandoline um 1700 - Kappe aussen

Genueser Mandoline nach C/N ca. 1700
Original: Privatsammlung Frankreich

Unglücklicherweise hat dieses Instrument keinen Zettel. Nichts desto trotz schreibe ich es dem Instrumentenbauer Christian Nonnenmacher zu der um 1700 lebte. Von ihm sind Instrumente, speziell Genueser Mandolinen erhalten, mit denen dieses Modell nahezu identisch ist. Die Instrumente tragen dann den Genueser Mandoline um 1700 - Rosette Brandstempel C/N. Auch dieser fehlt leider an meiner Vorlage.

Das mir vorgelegene Originalinstrument befand sich in einem hervorragenden Zustand. Es war offensichtlich noch nie geöffnet worden, zumindest nicht komplett. Ich hatte das große Glück dieses Instrument aus Privatbesitz mehrere Monate in meiner Werkstatt haben zu können und während dieser Zeit genauestens untersuchen und vermessen zu können. Um das Innenleben zu analysieren lies ich Röntgenbilder anfertigen, die interessante Aufschlüsse gaben.

Dieses Modell lässt sich folgendermassen beschreiben:
  • Korpus 15 Späne Walnussbaum mit Buchsbaum Adern
  • Decke aus feiner europäischer Fichte mit einer Randeinlage aus Buchsbaum und s/w-Zierstreifen
  • Der Hals ist aus Ahorn oder Erle, wird schwarz gebeitzt und lackiert
  • Der Wirbelkasten ist im Kern Ahorn und wird beidseitig wie beim Original furniert mit den entsprechenden Zierstreifen.
  • Das Griffbrett ist aus Palisander mit einer Knochen Randeinlage und 8 festen Metallbünden ( Messing )
  • Die Wirbel sind aus Pflaume im originalen Muster
  • Das Instrument hat eine Mensur von 31,9 cm und wird folgendermassen gestimmt: e", h', g', d', a, e die Besaitung wird aus Darm und umsponnenen Nylonsaiten sein, im Gegensatz zu der ganz anderartigen Besaitung der damaligen Zeit
  • Der Steg ist aus Palisander und wird nicht aufgeleimt
  • Die Decke wird gewachst, die Wirbelplatte geölt und die Muschel erhält eine Schellackpolitur.

Ein Bilddatenblat kann auf Wunsch gerne zugemailt werden, bitte fragen Sie danach.

Genueser Mandoline um 1700 - Röntgenbild des Längsschnitts