Basslaute 7 Chöre nach W. Tieffenbrucker

Es war in der Renaissance üblich, Musik für ganze Ensembles zu schreiben, Ensembles mit Lauteninstrumenten in den verschiedensten Größen wie Sopran-, Diskant-, Alt- aber auch Basslauten zu schreiben. Viel Musik ist hierzu überliefert, z.B. von Robert de Visee. Erhalten sind uns an Instrumenten lediglich Großoktav Basslauten mit einer Stimmung eine Oktave tiefer wie "normale" Renaissance-Laute. Bedingt durch einen Lautenauftrag durch Hans-Michael Koch, Hannover, entwarf ich diese Basslaute mit einer Mensur von 72 cm, welche eine Stimmung von d,aa,ee, cc,Gg, Dd, Cc mit sich bringt.

Dieses Modell basiert auf der verkleinerten Variante der Laute von Magno Tieffenbrucker aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien. Die jetzt als Barocklaute im Museum stehende 13c Barock-Laute war ursprünglich ein Chitarrone.

Im Einzelnen hat dieses Instrument folgende Merkmale:

  • Muschel 11 Späne geflammter Ahorn mit schwarzen Adern
  • Decke aus feinem Fichtenholz mit einer gestochenen Rosette und Ebenholzrand
  • Ebenholz für das Griffbrett, Hals- und Wirbelkastenfurnier
  • Buchsbaumwirbel