Chitarrone, Eigenentwurf nach Instrumenten von M. Tieffenbrucker und Sebastian Schelle Rosette Chitarrone, Eigenentwurf nach Instrumenten von M. Tieffenbrucker und Sebastian Schelle Wirbelkasten Chitarrone, Eigenentwurf nach Instrumenten von M. Tieffenbrucker und Sebastian Schelle Seitenansicht

Chitarrone 14 Chöre, Eigenentwurf

Chitarrone, Eigenentwurf nach Instrumenten von M. Tieffenbrucker und Sebastian Schelle Vorderansicht Ein Auftrag brachte mich dazu, dieses Chitarrone Modell zu entwerfen. Die Anforderungen waren ein grosser Korpus, eine Spielmensur von 76 cm und um das Instrument auch als Soloinstrument neben dem Generalbass einsetzen zu können sowie mindestens 8 Bünde auf dem Hals ( üblich sind 10 Bünde auf dem Hals bei einem Chitarrone ). Leider fand sich kein historisches Modell, mit dem sich diese Bedingungen hätten realisieren können. So entschied ich mich ein eigenes Modell zu entwerfen. Hierzu standen die Instrumente von Sebastian Schelle, Nürnberg 1728 ( Germanisches Nationalmuseum MI 574 ) sowie Magnus ( Magno ) Tieffenbrucker, Venedig 1608 ( London, Royal College of music 26 D ) Pate. Das Ergebnis ist dieses Instrument, welches von Burkhard Korn, Freiburg eingesetzt wird.

Im Detail hat dieses Modell folgende Merkmale:
  • Muschel mit mindestens 23 Spänen aus Eibe oder Palisander jeweils mit kontrastierenden Adern in schwarz oder Buchsbaum.
  • Decke aus feinster europäischer Fichte mit 3-fach Rosette nach Auswahl und einem Deckenrand aus Ebenholz oder Palisander zum Schutz der Decke
  • Hals aus Linde furniert mit Ebenholz oder Palisander, ggf. mit Einlagestreifen oder komplett gestreift
  • Griffbrett aus Ebenholz oder Palisander
  • Mensurlängen 76 / 150 cm
  • Wirbel aus Buchsbaum mit Ebenholz Kugel
  • Die Muschel wird mit Schellack poliert, Harthölzer werden geölt und die Decke gewachst.