Lauten
Barocklaute nach Hans Frei
Original Kunsthistorisches Museum Wien, C33
diese jetzt im Kunsthistorischen Museum in Wien ausgestellte 11-chörige Barocklaute war ursprünglich als 6-chörige
Laute von Hans Frei in der ersten Hälfte des 16. Jhd's gebaut worden. Sie ist in ihrem Ursprung also eine frühe
Renaissance-Laute. Wie so oft im Leben einer Laute wurde auch dieses Instrument beim Wandel der Musikanforderungen
nicht auf den Schrank oder den Speicher gelegt, sondern den neuen Anforderungen entsprechend umgebaut, vom Tonumfang
her erweitert.
Als 11-chörige Barocklaute biete ich dieses Modell in folgender Ausführung an:
- 11 Späne aus tief geflammtem Ahorn mit schwarzen Adern
- Decke aus feinster lange gelagerter Alpenfichte mit direkt aus der Decke gestochener Rosette und einem Deckenrand aus Ebenholz oder anderem dunklen Hartholz zum Schutz der Kante
- Hals aus Linde und zum Griffbrett und Wirbelkasten passen furniert
- Griffbrett aus Ebenholz
- Wirbelkasten aus Buche und ebenso mit Ebenholz furniert
- Wirbel aus Buchsbaum
- Die Muschel erhält eine Schellackpolitur, die Ebenholzfurniere werden geölt und die Decke gewachst
Auch für dieses Lautenmodell kann ich anbieten die Decke aus sehr alter Fichte zu fertigen. Dieses Holz ist bis zu 250
Jahre alt. Da das vorhandene Material jedoch nicht so breit ist wie moderne Decken, wird somit die Decke aus bis zu 6
Teilen verleimt. Dies beeinflusst jedoch den Klang nicht und im Übrigen arbeiteten die alten Lautenbauer teilweise
auch nicht anders. Der Klang eines Instrumentes mit solch altem Material geht eindeutig in die Richtung von noch
spielbaren komplett alten Lauten, wenngleich er diese natürlich noch lange nicht erreicht. Doch die Tendenz ist
eindeutig, er ist wärmer und auch ein wenig dunkler. In Kombination mit Darmsaiten ein Traum.